Montag, 25. Mai 2009

Kikeriki

Mein Mietvertrag sieht die Haltung eines Haustiers nicht vor. So wurde Mutz von mir kurzerhand ausquartiert, als der Wohnungsverwalter (WV) zu Besuch kam. Weil das Wetter nicht brillant war, saß der Kater sogleich wieder vor der Balkontür, und es trug sich etwa folgender Dialog zu:

WV: "Oh, eine Katze. Ist das Ihre?"
B: "Ich, äh, nein. Die gehört den Nachbarn. Kommt manchmal zu Besuch."

Es vergehen zwei Minuten. Mutz hat angefangen, kläglich zu maunzen.
B: (lacht nervös) "Die hab ich schonmal gefüttert. Da hat sie bei den Nachbarn heute wohl nichts bekommen."

Zwei Minuten später versucht Mutz mit Pfotengewalt die Tür zu öffnen und maunzt dabei laut weiter.
WV: "Oha, die ist aber hartnäckig."
B: "Ähja, das, äh, so schlimm wie heute war's noch nie!"
(Ich mach die Tür auf uns sage leise, nur für Mutz hörbar)
"Du weißt doch, was wir besprochen haben! Hau ab!"

Wegen der dreifachen Verleumdung (Matt. 26:75) war Mutz beleidigt und ist erst nach einer Stunde wieder nach Hause gekommen.

Von Mutz

Freitag, 8. Mai 2009

Akrobat schön eingeschlafen

Laut eigener Aussage kann Mutz sechs Kronkorken gleichzeitig mit den Hinterbeinen jonglieren. Aber nur Jever-Kronkorken, die anderen seien "nicht richtig ausbalanciert". Aha. Ich trinke eher nicht so viel Jever, also muss Mutz selber ran, um die Jonglierobjekte zu bekommen. Und besonders viel verträgt dieser Kater einfach nicht, so dass er jedes Mal einpennt, bevor die große Show startet. Ich gehe mittlerweile davon aus, dass er einfach nur dick aufgetragen hat und in Wirklichkeit höchstens mit vier Sachen jonglieren kann.

Von Mutz

Dienstag, 24. März 2009

Backen ist Liebe

Folgendes Plakat hängt seit neuestem über Mutzen Napf. Damit er nicht vergisst, dass er die Unmengen Futter, die ich ihm täglich verabreiche, nicht unbedingt auffressen muss. Man darf skeptisch sein, ob das etwas bringt - hat er das Futter bisher doch eher eingeatmet als gefressen. Und seine Weight-Watchers-Punktetabelle füllt er auch nicht vollständig aus!

Von Mutz

Dienstag, 17. Februar 2009

Beyond repair

Hier der aktuelle Zwischenstand: Der Kater hat in den letzten Tagen fünf Mäuse angeschleppt, von denen eine bereits ihr Leben ausgehaucht hatte ("Knurps"). Zwei Mäuse konnte ich retten, eine weitere hat Mutz wieder zum, äh, Spielen mit nach draußen genommen, bevor ich eingreifen konnte.
Die Maus, die ich heute nacht um zwei im Badezimmer gefunden habe, konnte leider nicht mehr viel (auch nicht den Lauftest bestehen) und war irreversibel beschädigt. Sie musste dann auch nicht lange leiden, und so richtig gut geschlafen hab ich nicht...

Bäh!

Von Mutz

Sonntag, 15. Februar 2009

Knurps...

...macht es, wenn man im Dunkeln nach Hause kommt und unbedarft auf yet another Geschenk tritt, das die Katze angeschleppt hat. In diesem Fall war es eine Maus, für die jede Hilfe zu spät kam. Das war vorgestern. In den letzten 48 Stunden hat Mutz noch zwei weitere Nager hereingetragen, die ich ihm entrissen, auf Funktionsfähigkeit getestet und in die Freiheit entlassen habe.

Im Oktober (Meisenzeit!) hatte er noch mit kleinem Federvieh im Flur gespielt. Auf dem unteren Bild wunderbar zu erkennen: Die schrecklichen Gewissenbisse in Mutzens Gesicht, als er nach der Tat auf weiteres Fressen wartet.

Von Mutz


Von Mutz

Mittwoch, 7. Januar 2009

Diät

Es ist kein Zufall, dass auf den letzten drei Fotos ein liegender Kater zu sehen ist. Vor allem in sitzender Position ist Mutz mittlerweile gut durch eine Sphäre zu modellieren, und nicht mehr so fotogen wie einst. Die einfache Konsequenz: Er wird in einen Karton gesperrt, bis er wieder rank und schlank ist. Zur Kontrolle bewerte ich in unregelmäßigen Abständen seinen Pfotenumfang. Um Betrug auszuschließen, habe ich vorher sämtliche Knochen aus dem Karton entfernt.

Von Mutz

Samstag, 3. Januar 2009

Bodycount (MMIX)

Bei vielen Katzen beobachtet man häufig das Verhalten, dass sie Weihnachtsbaumkugeln direkt aus der Tanne holen. Mutz bevorzugt eine perfidere Methode: Er lässt andere für sich arbeiten, damit er sich die Pfoten nicht schmutzig macht. Im letzten Jahr hat er sich im Baum versteckt, um dann einen Scheinangriff auf meine Schwester zu starten, die sofort eine Kugel auf dem Boden zerschellen ließ. Vor ein paar Tagen gab er vor, eine strategisch scheinbar unwichtige Kugel zu attackieren. Auf dem Weg zur Rettung zerdepperte meine Mutter ein weiteres Kügelchen. Ich weiß, dass ich beim nächsten Fest mit dem Zerstören des Schmucks dran bin und freue mich schon auf den nächsten kreativen Angriff.

Von Mutz